Hamburg und das L’esprit 161 HC Festival

Musik

Dieses Wochenende war ich in Hamburg zum L’esprit 161 HC Festival im Gängeviertel, eigentlich um einige Freunde von mir zu treffen und das Ganze mit ein bisschen Geballer zu verbinden. Ich war zum ersten Mal das Gangeviertel angucken und es hat mir ziemlich gut gefallen. Gelegen zwischen irgendwelchen Bonzenbauten und der Nähe der Alster, wo sich Luxusläden aneinanderreihen und das Publikum aus Polo-Shirt-Tragenden und deren Speichelleckern besteht, hat sich dieser alternative Teil von Hamburg schön gehalten. Farbenfroh und Freiheitsliebend. So wie das sein muss.

Das Festival war über zwei Tage verteilt mit derben Bands, Eintritt und Getränken auf Spende und mir doch einigen bekannten Gesichtern. Am ersten Tag sind wir leider etwas zu spät angekommen und haben nur noch die letzten drei Bands mitgenommen. Eigentlich nur die letzte so wirklich. Das waren United and Strong aus Berlin und sie waren wirklich gut, nicht nur vom Krach her, sondern auch von der Sympathie.

Am Samstag haben wir so ein bisschen Hamburg-Kram gemacht, sind Fisch futtern und dieses Alster-Fest (oder wie das auch heißt) besuchen gegangen. Das Alster-Fest…ja…nicht so meins, muss ich sagen. Ist halt bürgerlich. Die Leute da fanden das wohl ganz geil. Aber wenn du nix trinkst, dann ist es immer gut, wenigstens (audio-)visuelle Eindrücke mitzunehmen. Und das ging da eigentlich ganz gut klar mit den fahrenden Dampfern, den vielen Ständen und dem leider geleckten Publikum.

Abends war es dann Zeit für den zweiten Tag Hardcore in der Fabrik im Gängeviertel, und wir konnten alle Bands des Abends mitnehmen. Erwähnenswert scheinen mir für diesen Abend Almost Equal aus meiner Heimatstadt, BURNT und Dagger Threat, die schönen fetten und runden Hardcore gebracht haben ohne viele Kompromisse und der guten alten Hardcore-Message. Kompromisse musste man dann bei den anderen beiden Bands machen, aber was gibt’s schon zu erwarten, wenn man sich Beat Down auf die Brust schreibt? Ist halt uncool das Publikum rund zu machen weil niemand sich bewegt, Leute mit Bier zu bespritzen oder alle zum Kiffen aufzufordern. Oder besoffen auf die Bühne zu steigen und dann ein riesen Drama zu machen. Dann bist du nicht cool, sondern ein Clown. Talking about self-respect and shit.

Ich hatte jedenfalls ein tolles Wochenende mit meinen Freunden von hier und aus Hamburg, habe viel zu viel Geld gelassen und bin jetzt wieder hier am Start und muss doch erst mal wieder runter kommen 😉


Dion

Dion

Läuft schon seit einigen Jahren mit Blog im Internet herum. Tippt hier so was die Gedanken gerade hergeben. Inzwischen ruhiger Zeitgenosse mit Hang zum Hardcore Punk.

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